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Wir danken Allen herzlich für die intensiven, lehrreichen, spannenden Debatten und hoffen, Sie auch auf der Präsenztagung am 04. Juli in Mainz begrüßen zu dürfen.
Das Tagungsprogramm finden Sie hier "DGUF Tagungsprogramm 2017"


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1. "Wir müssen mal übers Geld reden": Was muss und was darf ein Berufsverband kosten?

Was muss und darf ein Berufsverband kosten? Und erfüllen bestehenden Strukturen bereits (fast) alle der bisher im Forum herausgearbeiteten Merkmale für einen starken, erfolgreichen Berufsverband?
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AndreasPuhl
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Re: 1. "Wir müssen mal übers Geld reden": Was muss und was darf ein Berufsverband kosten?

Beitragvon AndreasPuhl » So 28. Mai 2017, 16:49

Liebe Kristin,

ich möchte das mit dem Stimmrecht kurz erklären. Denn auch wenn das gewissermaßen abseitig von Thema läuft, habe ich das Gefühl etwas missverstanden worden zu sein. Als ich mich in der ersten Wortmeldung darüber gewundert habe, warum Studierende explizit vom Stimmrecht ausgenommen werden sollten (das beruhte auf einem Missverständnis), ging es mir vor allem um Repräsentation.
Das Abstimmen-können ist kein Selbstzweck. Es geht dabei vielmehr darum, dass bei Entscheidungen eben alle Interessensgruppen berücksichtigt werden sollen. Es wäre wohl leichter, eine bestimmte Gruppe gegenüber anderen zu marginalisieren, wenn die einzige "Gegenwehr" dieser Gruppe ein Austritt, nicht aber ein entsprechend antwortendes Wahlverhalten sein kann.
Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass de facto die Wahlbeteiligung gering sein wird. Zahlende Mitglieder sollten keine Bittsteller an die Menschenliebe der stimmfähigen Mitglieder sein, sondern Rechteinhaber.

Konkret fände ich 30€ p.a. für Studierende tragbar, sehe das aber für mich und viele Kommilitonen am oberen Limit.

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Frank Siegmund
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Re: 1. "Wir müssen mal übers Geld reden": Was muss und was darf ein Berufsverband kosten?

Beitragvon Frank Siegmund » So 28. Mai 2017, 21:19

Organisatorischer Hinweis:
Am 29. Mai eröffnen wir programmgemäß die letzte Sektion dieser Tagung (Sektion VIII). Am Dienstag, 30. Mai schließen wir alle Debatten in Sektion VII.
Herzlichen Dank an alle Beitragenden! Frank Siegmund.

NetterMillionär
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Re: 1. "Wir müssen mal übers Geld reden": Was muss und was darf ein Berufsverband kosten?

Beitragvon NetterMillionär » Mo 29. Mai 2017, 00:47

Hallo Kollegen,

30€ Jahresbeitrag für einen Studenten entsprächen ganz genau dem Mitgliedbeitrag bei ver.di. von 2,50€ pro Monat (dort ist es der Mindestbeitrag)
https://www.verdi.de/service/fragen-ant ... 19b9e321cd

Dort sind aber nach meinem Verständnis wirklich sehr gut abgesicherte Leistungen gegeben und auch jederzeit verfügbar (siehe genannte Quelle).

Da die Studiengebühren wieder abgeschafft wurden, gilt: Studium, d. h. Lehre, in Deutschland ist kostenlos und das ist hoffentlich auch unantastbar und mir ist nicht klar, warum ausgerechnet ein Verband, der etwas (finanziell) verbessern möchte ausgerechnet dort etwas schlechter macht. Es ist nun etwas heikel einen studentischen Beitrag damit zu begründen u. a. für Aus-und Weiterbildung. Auch ist mir die Realisierung nicht klar, wie ein zahlendes, studentisches Mitglied die Leistungen erhalten und überhaupt garantiert bekommen soll.
Nehmen wir mal einfach rein hypothetisch freiwillige Mitgliederzahlen an: 5 zahlende Studenten in München, 5 in Hamburg, 5 in Heidelberg, 5 in Köln etc. Wo findet die Fortbildung statt und entstehen da nicht gegebenenfalls zwangsläufig noch Anfahrts- und Übernachtungskosten bzw. kann der Student wahrscheinlich im Einzelfall diese Leistung aus anderen denkbaren Gründen gar nicht erhalten? Soll dann ein Kurs nur für die 5 Studenten beispielsweise in Hamburg stattfinden?
Ich sehe da im Moment diesbezüglich Versprechungen, die nicht immer gehalten werden können oder deren Umsetzungen zumindest unwirtschaftlich sind und vielleicht auch nochnichtmal immer gewünscht? Das heißt von 5 Mitgliedern kämen nur 2 zum Fortbildungsangebot aus welchen Gründen auch immer.
Auch ist die Zahl der Absolventen, denn nur für diese ist eine Mitgliedschaft interessant, teils relativ überschaubar; bei einer freiwilligen Mitgliedschaft ist das Mitgliedpotenzial in dieser Personengruppe also begrenzt.
Ich finde Regelstudium, erst Recht "normales Studium", ist teuer genug: Ohne es zu wissen und jemals genau ausgerechnet zu haben, stelle ich jetzt 20.000 bis 40.000 mit entgangenen Löhnen, Miete etc. in den Raum. Das bekommt man in der Archäologie so schnell nicht wieder rein.
"Zu viel" Aufklärung im Grundstudium ist vielleicht hinsichtlich abgeschlossener BA-Arbeiten auch etwas kontraproduktiv, das ist nicht im Sinne der lehre, denke ich, wo es zunächsteinmal nur um das Verständnis und das Wissen und wissenschaftliches Arbeiten in der Archäologie geht und nicht um (unnötig) abschreckende Tatsachen.
BAföG-Empfänger mit den verschiedenen Staffelungen haben noch einen weiteren Sonder-Status.
Ich fände also das Anbieten von Fort-und Ausbildungsangeboten nur im Rahmen des universitären Apparates sinnvoll und in Absprache mit diesem, sowie vollumfänglich für alle Studenten. Sonst sähe ich auch die kontraproduktive Gefahr/Möglichkeit: ein Student bezahlt und gelangt an das Ausbildungsmaterial und stellt es anderen Nicht-Mitgliedern zur Verfügung.

Ich glaube, um eine möglichst umfassende Fusionierung bestehender archäologischer Verbände - wie es in anderen Berufs-Verbänden geschehen ist, kommt man für eine möglichst hohe Mitgliederzahl, die die Kosten trägt bzw. nur so ein "beträchtliches, handlungsfähiges Verbandsvermögen und dementsprechende Leistungsgarantien auf sehr hohem Niveau" erwirtschaftet nicht umhin.

Schöne Grüße

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Michaela Schauer
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Thema geschlossen

Beitragvon Michaela Schauer » Mi 7. Jun 2017, 09:00

Wir haben die Debatten in Sektion VII geschlossen, damit die Vortagung langsam zu Ende gehen kann.

Am Tagungsprogramm können Sie ersehen, welchen Verlauf die Tagung nimmt und welche Debatten derzeit geführt werden: viewtopic.php?f=24&t=43 Wir freuen uns, wenn Sie - gerne auch nachträglich - unsere Tagung lesend verfolgen, noch mehr aber, wenn Sie noch aktiv in die Tagung einsteigen und sich an den Debatten beteiligen!

Am 4. Juli 2017 findet innerhalb des 9. Deutschen Archäologiekongresses (DAK) in Mainz die Präsenztagung der DGUF zum Thema "Ein Berufsverband für die Archäologie statt". Wir freuen uns, Sie dort unter den Teilnehmern wieder zu treffen. Das Tagungsprogramm finden Sie dort http://www.dguf.de/fileadmin/user_uploa ... mmheft.pdf

Der 9. DAK wird vom WSVA organisiert. Eine förmliche Anmeldung zu dieser Tagung beim WSVA ist notwendig, näheres erfahren Sie auf der Website des WSVA:http://www.wsva.net/tagungen/

Allen an der Debatte Mitwirkenden herzlichen Dank!


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