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1. Was und wen soll ein erfolgreicher Berufsverband für die Archäologie umfassen?

Was und wen soll ein erfolgreicher Berufsverband für die Archäologie umfassen? Welche berufsvorbereitende Bildung wünschen sich Grabungsfirmen für Studierende und Studierende von ihren Universitäten?
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Birgit Anzenberger
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Re: 1. Was und wen soll ein erfolgreicher Berufsverband für die Archäologie umfassen?

Beitragvon Birgit Anzenberger » Fr 7. Apr 2017, 09:51

Mit dieser Diskussion sind wir doch ganz schnell wieder an dem Punkt, warum kann in Firmen nicht ausgebildet werden?
Danke Herr Siegmund für den Satz:

Was ist - um mal in die Medizin - hüpfen, falsch an Krankenschwestern, Altenpflegern usw.? Was ist falsch daran, für diese ein anerkanntes Zertifizierungswesen zu haben?


Dass diese "Azubis" nur von einem entsprechend ausgebildeten "Meister", das wäre bei uns in der Regel der Archäologe mit Hochschulabschluss (und ggf. Nachweisen seiner Kompetenz in Sachen Grabungstechnik, Vermessung, Verwaltung etc.) ausgebildet werden, ist klar. So ist das ja auch bei den Elektrikern, Schreinern etc. Das wäre dann die Schiene "Profession" (also Arbeit zum Lebensunterhalt).
Daneben kann es in einem Verband und in Zusammenarbeit mit den Landesämtern und Universitäten Fortbildungen für "Ehrenamtler" geben.
Da gibt es natürlich viele Zwischenstufen. Z.B. Quereinsteiger, die den Beruf aber tatsächlich "für Geld" ausüben möchten und vieles mehr. All das könnte doch, mit dem Willen aller Beteiligten, funktionieren, wenn nicht immer jeder auf seinem "Recht des einzig wahren Lehrinhalts" beharrt und man gemeinsam etwas Sinnvolles auf die Beine stellt. Und am Ende - ich bin Optimist - schmälert nicht die eine Institution die "Macht" der anderen sondern die Institutionen können sich gegenseitig helfen an Profil und Ansehen zu gewinnen.
Bin ich da zu blauäugig?
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Re: 1. Was und wen soll ein erfolgreicher Berufsverband für die Archäologie umfassen?

Beitragvon Folke Prill » Fr 7. Apr 2017, 13:55

Hallo Birgit,

danke für Ihren Beitrag. Der Punkt Ausbildung in Grabungsfirmen wäre, denke ich, sogar ein wichtiger, er beschäftigt meinen Arbeitgeber und mich schon seit einiger Zeit, da wir nach Möglichkeiten suchen Grabungstechniker innerbetrieblich auszubilden. Das Thema wäre bestimmt einen eigenen Diskussionspunkt wert.

Eins muss ich zu diesem Thema noch sagen. Da ich neben meinem Diplomabschluss auch einen Abschluss als Meister mein eigen nenne, weiß ich, dass nur der Meister nicht ausreicht um Ausbilden zu dürfen. Dazu muss zusätzlich noch ein Lehrbefähigungsnachweis abgelegt werden. Soweit mir bekannt ist, ist solcher nicht Bestandteil des Studiums.
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Re: 1. Was und wen soll ein erfolgreicher Berufsverband für die Archäologie umfassen?

Beitragvon Birgit Anzenberger » Fr 7. Apr 2017, 14:03

Hallo Folke,
vielen Dank für Deinem Hinweis! Das mit dem Lehrbefähigungsnachweis habe ich auch schon gehört.
Um so besser, auch so etwas muss doch in der Archäologie machbar sein, um eine solide Ausbildung zu gewährleisten.
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Re: 1. Was und wen soll ein erfolgreicher Berufsverband für die Archäologie umfassen?

Beitragvon Folke Prill » Fr 7. Apr 2017, 14:30

Hallo Birgit, danke für's Du ;)

Natürlich ist das machbar. Den bietet soweit ich weiß auch die IHK an. Mit entsprechend folgender Prüfung
in dubio pro reo

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Re: 1. Was und wen soll ein erfolgreicher Berufsverband für die Archäologie umfassen?

Beitragvon Birgit Anzenberger » Fr 7. Apr 2017, 14:50

Huch, ja manchmal überkommt es mich einfach.... :oops:
Ich hoffe, das passt :D
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Re: 1. Was und wen soll ein erfolgreicher Berufsverband für die Archäologie umfassen?

Beitragvon Folke Prill » Fr 7. Apr 2017, 15:06

Passt schon :)
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Thema geschlossen

Beitragvon Frank Siegmund » Sa 8. Apr 2017, 08:48

Wie angekündigt, haben wir die Debatte zum Thema III.1. "Was und wen soll ein erfolgreicher Berufsverband für die Archäologie umfassen: alle Archäologien oder spezifische Sparten innerhalb der Archäologie (Klass. Arch. / UFG; Ausgräber / Museumsleute / Forscher / Laborarchäologie; Wissenschaftler / Techniker / Arbeiter)?" am Samstag, 8. April abgeschlossen. Eine Zusammenfassung der Zwischenergebnisse zu allen Themen finden Sie hier: http://www.tagungsforum.dguf.de/viewtopic.php?f=24&t=93

Am Tagungsprogramm können Sie ersehen, welchen Verlauf die Tagung nimmt und welche Debatten derzeit geführt werden: http://www.tagungsforum.dguf.de/viewtopic.php?f=24&t=43 Wir freuen uns, wenn Sie - gerne auch nachträglich - unsere Tagung lesend verfolgen, noch mehr aber, wenn Sie noch aktiv in die Tagung einsteigen und sich an den Debatten beteiligen!

Am 4. Juli 2017 findet innerhalb des 9. Deutschen Archäologiekongresses (DAK) in Mainz die Präsenztagung der DGUF zum Thema "Ein Berufsverband für die Archäologie statt". Wir freuen uns, Sie dort unter den Teilnehmern wieder zu treffen.

Der 9. DAK wird vom WSVA organisiert. Eine förmliche Anmeldung zu dieser Tagung beim WSVA ist notwendig, näheres (inkl. Frühbucherrabatt bis 19. Mai) erfahren Sie auf der Website des WSVA: http://www.wsva.net/tagungen/

Allen an der Debatte Mitwirkenden herzlichen Dank!

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Re: 1. Was und wen soll ein erfolgreicher Berufsverband für die Archäologie umfassen?

Beitragvon Diane Scherzler » Mi 19. Apr 2017, 00:43

Nachtrag:

Liebe Kollegen,

falls Sie es noch nicht gesehen haben: Nach Austausch der Argumente bitten wir Sie als Teilnehmerinnen und Teilnehmer nun bei unserer Abstimmung um Ihre Meinung:

    1. Sollte ein Berufsverband für Auszubildende und Studierende offen sein und sie vertreten? Ja oder nein? viewtopic.php?f=38&t=130

    2. Soll ein Berufsverband nur studierte Archäologen mit akademischem Abschluss aufnehmen? Ja oder nein? viewtopic.php?f=38&t=129

    3. Soll sich ein Berufsverband auf die Firmenarchäologie fokussieren oder die gesamte Archäologie umfassen? viewtopic.php?f=38&t=128

Es gibt übrigens jeweils auch die Option "Ich habe dazu keine abschließende Meinung". ;) Wir bitten Sie abzustimmen!



Herzliche Grüße
Diane Scherzler


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