Herzlich willkommen im Tagungsforum der DGUF! Unsere Vortagung endete zum 10. Juni. Alle Beiträge können weiterhin gelesen, aber nicht mehr kommentiert werden

Wir danken Allen herzlich für die intensiven, lehrreichen, spannenden Debatten und hoffen, Sie auch auf der Präsenztagung am 04. Juli in Mainz begrüßen zu dürfen.
Das Tagungsprogramm finden Sie hier "DGUF Tagungsprogramm 2017"


Die Zusammenfassungen zu den einzelnen Sektionen finden Sie hier: Zwischenergebnisse der Sektionen und Themen

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1. Wo stehen wir, welcher Stand der Debatte ist erreicht?

Wo stehen wir, welcher Stand der Debatte ist erreicht? Was sind die zentralen offenen Fragen, welche Themen müssen auf die Präsenztagung nach Mainz gezogen werden?
Das Forum ist abgeschlossen, die Beiträge können jederzeit gelesen, aber nicht mehr kommentiert werden.
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Frank Siegmund
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1. Wo stehen wir, welcher Stand der Debatte ist erreicht?

Beitragvon Frank Siegmund » Mo 29. Mai 2017, 05:56

Als Tagungsorganisatoren haben wir versucht, den jeweiligen Stand der Debatten immer wieder in Zwischenergebnissen und Zusammenfassungen zu dokumentieren, die Sie hier nachlesen können: viewtopic.php?f=24&t=93 Aus diesen Zusammenfassungen werden wir im Laufe des Junis versuchen, eine noch kompaktere Form abzuleiten, einen "Reader". Er soll jenen Kolleginnen und Kollegen, die an der Vortagung nicht oder nur knapp teilnehmen konnten, die aber an der Präsenztagung in Mainz teilnehmen, einen schnellen Einstieg zu ermöglichen. Der Tagungsreader wird auf DGUF.de als Download bereitgestellt werden, wir werden Sie benachrichtigen, sobald das der Fall ist.

Wir werden die Vortagung eine Woche früher als zunächst geplant schließen, d.h. am Freitag, den 9. Juni, u.a. damit die Organisatoren etwas mehr Zeit für die Nachbereitung haben.

Für die Teilnehmer der Vortagung macht es wenig Sinn, hier unter VIII.1 erneut eine akribische und detaillierte Zusammenfassung der Debatte zu erarbeiten. Sehr willkommen sind hier übergreifende Einschätzungen, wo wir Ihrer Meinung nach stehen.

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Re: 1. Wo stehen wir, welcher Stand der Debatte ist erreicht?

Beitragvon MaryJane » Fr 2. Jun 2017, 17:59

Wir hätten gerne einen Berufsverband, der sich um die prekären Arbeitsverhältnisse in der Archäologie kümmert und die Situation verbessert, regelt, transparenter macht, für Fairness und Qualität sorgt.
Dabei geht es nicht nur um die "prekären Verhältnisse" Einzelner archäologisch Tätiger, sondern auch um die oftmals prekäre Situation von (in der Diskussion meist Grabungs-)Firmen auf einem weitgehend ungeregelten oder "seltsam" geregelten Markt mit viel Wildwuchs.
Wie dieser Verband konkret aussehen soll - ob es eine Neugründung wird, eine Transformation eines bestehenden Verbandes, ein deutscher Ableger des viel zitierten britischen Vorbildes - ist noch nicht entschieden. Aber es soll demokratische Strukturen geben, und alle in der Archäologie Tätigen, ob mit Berufsabschluss oder nicht, sollen vertreten werden und grundsätzlich mitbestimmen dürfen (wenn vielleicht auch nicht alle bei allen Themen).

Vielleicht soll es Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretungen geben, aber erst in "zweiter Linie", unter dem Dach des BV.
Vielleicht wäre eine "Kammer" wünschenswert, die gesetzliche Regelungen bringt - aber auch das (wenn denn überhaupt) erst in zweiter Linie, da sie nicht alle Betroffenen einbezieht und es einen langen Atem brauchen würde, sie (vielleicht) durchzusetzen.

Der BV soll hauptamtliche MitarbeiterInnen haben, und es gibt eine Liste gewünschter Leistungen.
Es gibt Ideen zur Finanzierung, die über Mitgliedsbeiträge hinausgehen.

Es kann losgehen.
Wenn Du willst, was Du noch nie hattest, dann tue, was Du noch nie getan hast.

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Re: 1. Wo stehen wir, welcher Stand der Debatte ist erreicht?

Beitragvon NetterMillionär » So 4. Jun 2017, 03:00

Sehr geehrter Herr Siegmund und Kollegen,

bei allen vorzüglichen Fortschritten in der Diskussion, die zu mehr Verständnis geführt haben für die mannigfaltigen Aspekte einer solchen Idee (mit Fragezeichen), scheint es mir - man möge mich korrigieren - als stünde das Ganze immer noch mit Fragezeichen im Raum. Ich würde die Debatte, und ich versuche das jetzt realistisch einzuschätzen, noch deutlich vor dem eigentlichen Start der eigentlichen Hauptdebatte sehen. Bis jetzt, und das fehlt mir rückblickend, gab es keine deutlichen Gegenstimmen gegen einen Berufsverband. Ich kann das überhaupt nicht einschätzen, was da diesbezüglich noch auf die Debatte zukommt, beispielsweise von etablierten Institutionen oder Politikern, die vielleicht gute Argumente dagegen haben, beispielsweise die Gefahr einer weiteren Aufsplitterung in der Archäologie oder gänzlich anderes? Freilich, Verbände darf jeder gründen im Kleinen und im größeren Stil, das wäre zeitnah realisierbar. Es ist aber sehr schwer in die einzelnen Köpfe hineinzuschauen und wirklich 100%tig zu erkennen, was der Einzelne für ein Profil/Ideal hat, und seine Vorstellung eines Berufsverbandes - der andere nennt es sinngemäß schon etwas anders Dachverband - nachzuvollziehen, der sich denke ich nun bei vielen/allen etwas/stark gewandelt hat. Also ist hier absolute Ehrlichkeit und Klarheit ohne jegliche Verschleierung nötig, um es für alle einfacher zu machen.
Die Erfahrung aus vielen anderen verbandsartigen Strukturen egal welchen Metiers, sei es Versicherungen, Politik, Gewerkschaften, Berufsverbände, Film und Fernsehen usw. zeigt oft genug: Trotz aller Überlegung und Berechtigung und guten Seiten/Vorteile die vorhanden sind, sind da immer merkwürdige Schwachstellen, wo viele denken, wer hat sich denn das ausgedacht und wieso ändert das niemand. Das mag eben vielleicht der Nachteil von Teamarbeit sein, dass zwar mehr gemacht/gewollt wird, es am Ende aber dann doch etwas zu viel geworden ist, so dass es keiner mehr so richtig vollenden kann.
Was ich damit sagen möchte: Ich hoffe, dass man bis zur möglichen Gründung flexibel bleibt für alles Erdenkliche und sich wie das Schilfrohr im Wind bewegt und nicht zu stur. Ich persönlich hoffe, dass alle sieben Säulen der Archäologie: Universitäten, Museen, Denkmalämter, Ausgrabungsfirmen, Nachbardisziplinen, Politik und Gesellschaft die Chance erkennen gemeinsam eine Struktur zu schaffen, die zu etwas mehr Feinjustierung führt. Letztendlich, mal ehrlich, geht es hier oft um Selbstverständlichkeiten, die eigentlich so gar nicht existieren oder fehlen dürften. Wenn man den wahren Kern der Probleme gemeinsam erkennt, wird es gelingen sie aus der Welt zu schaffen.
Ich möchte allerdings folgendes etwas bremsen und mäßigen: Die für meinen subjektiven Geschmack so empfundene, etwas zu dominante Richtung zu mehr Qualität und Dingen, die etwa in diese Richtung zielen. Das könnte man so auslegen, man sei mit der Qualität, die viele aktuell leisten, nicht so ganz einverstanden. In der Archäologie arbeiten bzw. helfen mittlerweile Grabungstouristen und z. B. Autisten mit. Es wird auch immer welche geben mit Abitur, die nicht ganz so mithalten können, wie sie es gerne würden und trotzdem Spaß an der Sache haben. Es gilt, dass es das kulturelle Erbe aller ist und qualitative Vielfalt ist eigentlich auch eine Bereicherung und Blätter wenden sich bei Wind nunmal. Ich habe schon immer gesagt, "jeder Archäologe ist ein guter Archäologe" (wobei ich mich auch oft über andere ärger zwar) und tatsächlich, wenn man mal genau hinschaut steht fast in jedem Artikel irgendwas gescheites drin, was man zitieren kann.
2.500-3.000 Menschen sind so viele nun auch wieder nicht im Vergleich zu anderen Verbänden; die Menge wird man schon zu überschauen lernen. Und ich glaube fest daran, das Wichtigste in der Archäologie ist der Frieden! - und das könnte man mit einem Berufsverband erreichen.

Schöne Grüße
NetterMillionär

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Re: 1. Wo stehen wir, welcher Stand der Debatte ist erreicht?

Beitragvon falknaeth » Di 6. Jun 2017, 20:56

Liebe MitStreiter,
da dies voraussichtlich mein letzter Beitrag in diesem Forum sein wird, möchte ich mich zunächst herzlich bedanken: Für die Idee und Umsetzung bei den Administratoren und Moderatoren, für den Erfahrungsaustausch, für stützende und kritische Stimmen und für die Vielfalt neuer Perspektiven, die ich gewinnen durfte - bei all jenen, die sich in dieses Forum bewusst anonym oder mit Freinamen geäußert, diskutiert - und auch gestritten haben.

Es ist so viel angesprochen und aufgezeigt worden: Themen, die ein Bedürfnis nach Struktur und Sicherheit für die in der Archäologie Tätigen umkreisen und die sich in der Forderung nach einem Berufsverband (oder gar Berufskammer) fokussierten, der vor Allem klarere und sicherere Beschäftigungsverhältnisse in der archäologischen Arbeitswelt schaffen soll. Gleichzeitig wurde das Bedürfnis nach "Qualität" betont - ohne jedoch genauer den Qualitätsbegriff definieren zu können, denn zu vielfältig sind die archäologischen Aufgabenfelder. Bei alldem wurde der demokratische Ansatz betont, der Bedürfnisse und Fertigkeiten der unterschiedlichen Gruppen berücksichtigen sollte.

Am 04.07.2017 wird die Diskussion nun in einer Präsenztagung aufgenommen. DGUF, DARV, BfK und VGFA werden ihren Status, ihre Erfolge und Entwicklungsperspektiven darlegen. In der Mittagszeit wird der WSVA die Diskussion unter Beteiligung des VLA, der Universität Mainz und ver.di um die prekären Arbeitsverhältnisse in der Archäologie aufgreifen. Ein guter Anfang - wenn aus Verdrängung Verarbeitung wird.

Fernerhin wird sich am Abend dieses Tages das CIfA vorstellen, um im Rahmen eines Empfangs die Bildung einer deutschen Arbeitsgruppe zu feiern ‒ "ein erster Schritt zur Gründung eines deutschen Berufsverbandes für die Archäologie unter der Schirmherrschaft des CIfA." wie die Homepage des CIfA aufklärt. Man hofft gar noch am selben Abend die Besetzung einer Teilzeitstelle verkünden zu können, deren recht umfängliche Tätigkeiten sowohl die Unterstützung von Bewerbern bei ihrer Akkreditierung beim CIfA, als auch die Mithilfe bei der Systemanpassung des CIfA an deutsche Verhältnisse beinhalten.
Zu diesem Vorhaben möchte ich meine besten Wünsche mitgeben: Dass ein zweiseitiger Prozess in Gang gesetzt wird, in dem eine demokratische Anpassung des CIfA-Systems mit einer Akkreditierung auf ebenfalls demokratisch entwickelte Kriterien synchronisiert wird, dass ein adäquates rechtliches Pendant zu einem Chartered Institute gefunden und auch nach dem "Brexit" die Charta von LaValetta in der Kooperation des CIfA mit seinem deutschen Pendant eine Rolle spielen wird - und dass hierfür eine archäologische Teilzeitstelle für die (auch in Rechtsfragen notwendige) Unterstützung genügen wird (bei all der Sympathie, die ich diesem Vorhaben entgegenbringe, stellt sich bei mir leider die altbekannte Befürchtung ein, dass auch in diesem Prozess wieder einmal eine Teilzeitstelle mit anderthalbfacher Arbeitskraft den Motor der Entwicklung in Gang zu halten hat - wenig Bezahlung für viel Arbeit).

Sollte es möglich werden, die unterschiedlichen Verbände in ihrem Bestreben, die Arbeitswelt der deutschen Archäologie zu verbessern, inhaltlich, wenn auch vielleicht nicht methodisch, zu einen, wäre ein größtmöglicher Erfolg erreicht.

Ich frage mich jedoch bei alldem: Was kann ich beitragen, um die Situation in der archäologischen Arbeitswelt zu ändern? Abwarten, bis weise Frauen und Männer "die richtige Lösung" gefunden haben und dann dieser Lösung=Berufsverband lediglich beitreten, mich "prüfen" und "zertifizieren" lassen? Oder welche Möglichkeiten gibt es für mich persönlich, konstruktiv weiter an dem Thema zu arbeiten?
Für mich als Unternehmer und Arbeitgeber bietet sich nur eine vernünftige Alternative: Die Arbeit im Netzwerk mit Gleichgesinnten. Warum sollte es nicht möglich sein, gemeinsam mit anderen Arbeitgebern an gesicherten Arbeitsplätzen und fairen Beschäftigungsverhältnissen zu arbeiten? Der erste Schritt wurde in diesem Forum getan: Ich habe feststellen dürfen (hierfür noch einmal mein ganz besonderer Dank an Birgit Anzenberger und Sascha Piffko), dass es auch andere Grabungsfirmen gibt, in denen eine nachhaltige Personalpolitik eine Rolle spielt. Und sicherlich sind dies nicht die Einzigen.
Wäre es möglich, diesen Dialog zu vertiefen und gemeinsam die Arbeit inhaltlich aufzunehmen - als Netzwerk, zwanglos und losgelöst von rechtlicher Form, aber bereit, den Schritt in einen wie auch immer von wem bereiteten BV einzugehen, sofern die formulierten Voraussetzungen stimmen?

Daher soll dieser Stelle also meine ehrliche Aufforderung folgen: Wer von den gleichgesinnten Arbeitgebern Interesse an einer arbeitspolitischen Netzwerkarbeit in der archäologischen Privatwirtschaft hat, melde sich bitte bei mir (falk.naeth@denkmal3.de). Denn am Ende muss ich doch MaryJane recht geben, wenn sie signiert:
"Wenn Du willst, was Du nie hattest, dann tue, was Du noch nie getan hast!"

Herzliche Grüße, Falk Näth
"Größtmöglicher Erfolg oder eine vernünftige Alternative!" (Hägar der Schreckliche)

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Re: 1. Wo stehen wir, welcher Stand der Debatte ist erreicht?

Beitragvon NetterMillionär » Mi 7. Jun 2017, 02:19

Also das kann man echt nicht zulassen: Doppelte Kontrolle über alles für die alleroberste Chefetage! Erst versagt das eigens geschaffene System mit den normalen Kontrollfunktionen und dann anstatt das zu reparieren und wieder mit der Faust auf den Tisch in Schwung zu bringen - wie ich vorschlage und einen sanften Berufsverband zu gründen, nehmen Sie ein zweites Kontrollsystem sogar noch nichtmal aus sich selbst heraus entstanden, sondern aufwendigst importiert (übersetzen, kürzen, anpassen etc.). Das geht so doch echt nicht!
Ihre ganzen Argumente: Kammer sei zu aufwendig und teuer, zu fremdbestimmt, treffen nämlich auf dieses Ungetüm CIFA auch zu! Das dann schönzubasteln, weil es ja eigentlich doch nen bisschen zu undemokratisch und unschön ist, naja. Auch fand ich es merkwürdig, dass nicht zusammen eine Alternative erarbeitet wurde, das habe ich noch nie erlebt, ich bin ja immer abgeblockt worden; das kann man doch mal zusammen durchgehen, was so nen Alternativverband so alles kann. Wir sind es Leid ein Leben lang in einem Kontrollsystem - mit CIFA bis zur Rente - zu leben. Das kann man ja wohl einfach mal aus Prinzip unter Kollegen akzeptieren und an nem normalen Berufsverband arbeiten bitte. Ich finde auch, dass sich der DGUF ein bisschen zu viel eingemischt hat für einen neutralen Moderator/Veranstalter, mit liken hat moderieren nämlich eigentlich nicht viel zu tun. Hier war ein Team eigentlich von Anfang an für CIFA und siehe da jetzt ist CIFA sogar schon vor Ende der Debatte als "Geschenk" angekündigt. Das ist kein Geschenk, wenn das weiter so läuft wie hier in der Debatte und es stimmt, dass sie da erstmal mit 500 Mitgliedern (vielleicht ja dann 1.000?) rechnen wird es ewig dauern bis sich das durchsetzt-vielleicht nicht gerade wie in England 35 Jahre^^. Das wars mit dem gemeinsamen Traum endlich mal was neues zu haben und Schluß mit dem ganzen Geldnöten und Vertragsgedöns. Super Zukunftsaussichten: Maximale Kontrolle und Saktionsgewalt. Wieso braucht das jemand ausgerechnet in den Altertumswissenschaften, wo man aus irgendwas lernt?

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Re: 1. Wo stehen wir, welcher Stand der Debatte ist erreicht?

Beitragvon Udo C. Verner » Mi 7. Jun 2017, 08:34

Netter Millionär,
können oder wollen Sie es nicht verstehen: Halten Sie sich endlich an die Themen, um die es in der Debatte geht! Die stehen in großen Buchstaben drüber, ganz leicht zu finden. Es behindert eine ernsthafte Debatte massiv, wenn Sie ständig über irgendwas irgendwo erzählen.

Es geht hier in diesem Thema nicht zum hundertsten Mal um Ihre Meinung, mit der Sie ja übrigens völlig alleine dastehen, irgendeinen " sanften Berufsverband" zu gründen. Niemand springt auf Ihre Ideen an. Sie merken das aber gar nicht und bleiben völlig unbeirrbar, völlig unberührt von all der Mühe, die sich die Mitglieder - darunter gerade Herr Näth - mit Ihnen gegeben haben.

Sie sind selbst alles andere als "sanft", wenn Sie der DGUF jetzt irgendwelche Machenschaften unterstellen. Die DGUF hat von Anfang an gesagt, Gruppen und Personen zu dieser Vortagung und Tagung eingeladen zu haben. Am 4. Juli werden alle da sein: BfK, DArV und CIfA. Vielleicht kommen ja von den anderen Verbänden auch Angebote, und damit wären wir erstmals in der Situation, wählen zu können. Wie komfortabel ist das denn?! Die DGUF ist, verdammt noch mal, neutral, denn die Debatte hier haben wir alle geführt. Und wir hätten auch sagen können, dass es keinen BV braucht. Oder dass wir den DArV als unseren BV haben möchten. Haben wir nicht. Wir haben auch miteinander festgestellt, was es für eine unmögliche Aufgabe wäre, einen BV selbst, aus dem Nichts heraus, gründen zu wollen. Wenn einzelne Mitglieder der DGUF was liken oder kommentieren, frage ich zurück: Möchten Sie wirklich fordern, dass die Kollegen meinungslos bleiben? Persönlich eine Meinung haben und als Verband neutral sein, sind zwei Paar Stiefel.

Jetzt ist aus all dem, was hier aufgebaut wurde, ein erster Erfolg entstanden, und typisch deutsch suchen Sie verkrampft das Haar in der Suppe. Wenn es Ihnen nicht passt, dann verlassen Sie doch diese Debatte und gründen Sie einfach Ihren eigenen BV. Niemand hätte etwas dagegen, und wenn es funktioniert, freue ich mich für Sie! Ich für mein Teil hätte nie damit gerechnet, dass CIfA dieses Angebot macht. Wer, bitte, nimmt denn auch noch auf eigenes Risiko Kapital in die Hand und richtet eine (sicherlich befristete) Teitzeitstelle ein? Davon hätte ich nie zu träumen gewagt, dieses Risiko an Zeit und Geld ist das Geschenk, welches die CIfA macht. Das verstehen Sie halt nicht. Dieses Gejammere von Ihnen von wegen böse Kontrolle ist für mich so spießig und auch kurz gedacht: Wenn CIfA den Kolleginnen und Kollegen hier nicht zusagt, dann werden sie keine Mitglieder. Und wenn CIfA in Deutschland keine Mitglieder hat, dann kann es nicht fortbestehen. Dann oder eben gerne auch schon jetzt kommen Sie ins Spiel, und Sie werden unter dem Schutz Ihrer Anonymität einen sanften Berufsverband etablieren, der für fünf Euro im Jahr alle Probleme der Welt mit Gesprächen, Wahlpflicht und Berufsverboten regelt.

Ich bitte alle Mitlesenden und die Moderatoren um Entschuldigung, dass auch ich nun auch vom Thema abgewichen bin.


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Re: 1. Wo stehen wir, welcher Stand der Debatte ist erreicht?

Beitragvon NetterMillionär » Mi 7. Jun 2017, 15:13

Sehr geehrter Herr Verner,

das Thema dieses Forums ist "Wo stehen wir, welcher Stand der Debatte ist erreicht". Generell bitte nicht nach Möglichkeit und bestem Gewissen: "ich würde mein vorgeschlagenen sanften Verband mit 5€ pro Mitglied finanzieren wollen": Ich habe geäußert 5€ für Mittellose und 25€ für Berufsttätige pro Jahr (zur neuen Kalkulation siehe unten). Also bitte, Herr Verner: Seitenhiebe ja, aber mit korrekten Fakten.
Es ist sicherlich auch partiell erlaubt in diesem Forum die Debatte weiterzuführen, weil es ja dann auch dem aktuellen Stand der Debatte entspricht und somit das Thema erfüllt? Man muss ja jetzt nicht hingehen und etwas in einem anderen Forum publizieren, um es dann hier kurz darauf erwähnen zu dürfen und können.
Kurz zu dem Prüfsystem: Ich habe meine Magisterarbeit komplett publiziert. Es gibt nur wenige, die mich also fachintern im Rang des Magister sorgsam prüfen könnten als Publizist (die wenigen kenne ich teils persönlich). Auch meine Dissertation wirklich zu überprüfen halte ich für etwas unwirtschaftlich und ich kann Ihnen versichern, es gibt nur ganz wenige die dazu überhaupt Imstande wären, da es sehr speziell ist und von den wenigen auch schon einige verstorben sind. Ich habe selbst mehrjährige Forschungsgrabungserfahrung mit ganz eigener, innovativer Methode. Sie müssen also höhere Geschütze auffahren, um Objektivität zu gewährleisten und Qualität. Wenn nun jemand eine ganz neue Technik oder Methode erfindet fällt das unter das Betriebsgehemnis, wie wollen Sie das prüfen? Sie könnten das nur lobend anerkennen oder eben auch nicht (der Prüffaktor fällt aber in jedem Fall weg). CIFA läuft auf Hochspezialisierte Prüfer hinaus, die extrem teuer sind und auch ihrerseits Prüfungen ablegen müssen für die Prüfberechtigung in bestimmten Intervallen, um immer alle Diszipliinen und aktuelle Forschungsstände zu gewährleisten.
Man kommt also mit Zucker (endlich die Verträge, Rechte und Zeugnisse, die uns ohnehin zustehen), Brot (höhere Löhne/nicht für jeden, was so langsam mal in der Archäologie selbstverständlich sein darf und wie gesagt bei serösen Firmen auch jetzt schon praktiziert wird; es geht also) und Peitsche (Sanktionen) als Geschenk mit einer 3/4 Stelle. Nun CIFA ist berühmt für seine angestrebte Macht (Wait 2016), seine "professionellen Archäologen" und seine Schwächen auf die Wait ganz vehement deutlich hinweist (Wait 2016) und meiner im übertragenen Sinne geäußerten Peitsche. Es wird also eine Verbandsform gewählt wegen letzterem in erster Linie. Die favorisierte englische Verbandsform unterliegt nicht dem Deutschen Grundgesetz, den einzelnen Deutschen Denkmalschutz- und Denkmalpflegegesetzen und den Deutschen den Regelungen von einzelnen bestehenden Betriebsräten und erst Recht nicht der Rechtsauffasung von Einzelpersonen wie Selbständigen, Arbeitnehmern etc. Das System muss also extrem zeitaufwändig und kostenintenisv an die einzelnen Gepflogenheiten angepasst werden und ein Erfolg steht nicht geschrieben ("nichts steht geschrieben" Zitat aus dem Film Lawrence von Arabien).
Ich habe also (und ergänze das hier bzw. aktualisiere das) einen Alternativberufsverband vorgeschlagen mit Mindestmitgliedsbeiträgen von 5€ für Ehrenamtliche und körperlich beeinträchtigte Personen, 12 € für Mittellose (Studenten, Arbeitslose) und 36€ für Berufstätige (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) vor. So wird annähernd Vollmitgliedschaft realistisch, Entscheidungen stets demokratisch unter Einbeziehung aller, Aufklärung für alle auch Nichtmitglieder, Rechtssicherheit im Grundpaket für alle (erweitert für ausgewählte Fälle, mit Finankonto als Drohmitel für Extremfälle), kleiner Beitrag für Gemeinnützige Zwecke de Naturschutzes (NABU oder WWF und Kooperation mit dem Partner) und Dienen der Gesellschaft als oberste Priorität in der Satzung (an erster Stelle Grundgesetz, Unterwerfung unter die Denkmalschutz- und Denkmalpflegegesetze, dann die demokratisch formulierte und abgestimmte Satzung) und eine deutlich qualitativeren "Ehrenkodex der Archäologie" an dem alle Beteiligten mitwirken dürfen und dieses sicherlich auch gerne machen. Der alternative Berufsverband hebt ganz klar seine Gemeinnützigkeit hervor, kalkuliert Preise fair im Sinne der eigenen Mitglieder und Auftraggeber. Er zeigt sich als Freund aller und versucht im Rahmen seiner Möglichkeiten jedem, der darum ersucht, zu helfen. Er bestraft grobes Fehlverhalten unerbittlich, wobei er stets im Zweifelsfall für den Angeklagten entscheidet und sich daraufhin auch entschuldigt und eine angemessene Entschädigung gewährt. Der alternative Berufsverband möchte alle an einen Tisch bringen und pflegt einen friedlichen Umgang mit allen, wobei man unter Freunden auch mal den Finger erheben und auf den Tisch klopfen darf. Der alternative Berufsverband verschafft sich Respekt durch kluge Entscheidungen, Erfahrung, Wissensbündelung und Austausch weltweit. Ob der nun "Gesamtdeutscher Bund Archäologisch Berufstätiger e. V. (GBAB)" oder anders heißt wird dann mit allen Mitgliedsinteressierten entschieden, wenn es soweit ist. Der Altnernativverband möchte zusammenführen, was zusammen gehört, und bestehende Verbände in ihren Kern-Tätigkeiten fördern. Vor allem fühlt sich der alternative Verband verpflichtet sich stets für das Wohl aller in der Gesellschaft einzusetzen und stets ein offenes Ohr für Misstände zu haben und sofort zu reagieren.

Ihnen, Herr Verner alles Gute!
Mit freundliche Grüßen

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Re: 1. Wo stehen wir, welcher Stand der Debatte ist erreicht?

Beitragvon Sophie Rotermund » Do 8. Jun 2017, 13:18

Lieber NetterMillionär,
Sie schrieben vor ein paar Tagen folgendes:

Ich finde auch, dass sich der DGUF ein bisschen zu viel eingemischt hat für einen neutralen Moderator/Veranstalter, mit liken hat moderieren nämlich eigentlich nicht viel zu tun. Hier war ein Team eigentlich von Anfang an für CIFA und siehe da jetzt ist CIFA sogar schon vor Ende der Debatte als "Geschenk" angekündigt

Der DGUF Vorstand und die Mitglieder des AK Berufsverbands haben sich die letzten Woche alle Mühe geben bei jedem Beitrag zu kennzeichnen, ob sie diesen in ihrer Funktion als ModeratorIn/ Administrator oder als privat Person verfasst haben. Es mag sein, dass dies nicht immer so klar für alle Beteiligten erkennbar war. Falls dies der Fall war und ist, dann wird die Kritik angenommen, geprüft und bei einer zukünftig ähnlichen Situation verändert.

Zur CIFA: Niemand in diesem Arbeitskreis, oder im Vorstand ist in diese offene online Debatte gegangen mit dem Ziel einen Ableger des CIFA in Deutschland zu etablieren. Falls Sie Lust und Zeit haben, können Sie gerne das Vortragsprogramm der Präsenztagung studieren und werden dort auf Vorträge des DArV, des BFK, des VGFA und auch des CIFA stoßen.
http://www.dguf.de/fileadmin/user_uploa ... mmheft.pdf

Die Abendveranstaltung des CIFA findet nach der Präsenztagung statt und Ihnen, so wie allen Anderen, ist sowohl die Teilnahme an der Abendveranstaltung und die Frage, ob Sie oder Andere Mitglied beim CIFA werden wollen frei gestellt.


Mit freundlichem Gruß,
Sophie Rotermund

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Re: 1. Wo stehen wir, welcher Stand der Debatte ist erreicht?

Beitragvon MaryJane » Do 8. Jun 2017, 15:01

Nun, auf die immer wieder in unterschiedlicher Form gestellte Frage "Wer macht uns einen BV, der sich um die hier diskutierten Themen kümmert?" hat die CIFA durchgängig am lautesten "Hier!" gerufen. Dass (auch) die OrganisatorInnen der Tagung sich freuen, wenn überhaupt wer "Hier!" ruft, ist naheliegend.

Ob es auch Personen gibt, die in realistischer und überzeugender Weise eine Neugründung anstreben, ein eigenes deutsches oder deutschsprachiges Modell, ist mir nicht recht klar geworden. Und an diesem Punkt, lieber NetterMillionär, sollten wir anonyme TeilnehmerInnen den Mund nicht zu voll nehmen: Wer, wie Sie und ich, nicht bereit ist, offen mit seinem Namen für Veränderungen in der archäologischen Arbeitswelt einzutreten, kann froh sein wenn andere dies tun. Egal, ob diese nun eine Vortagung oder eine Präsenztagung organisieren, einen Berufsverband neugründen, mit der CIFA oder sonstwem kooperieren.

Dafür an alle Mutigen herzlichen Dank!
Wenn Du willst, was Du noch nie hattest, dann tue, was Du noch nie getan hast.

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Re: 1. Wo stehen wir, welcher Stand der Debatte ist erreicht?

Beitragvon NetterMillionär » Do 8. Jun 2017, 18:47

Liebe Sophie Rotermund, MaryJane, liebe Mitglieder,

nun ich kann denke ich von allen Teilnehmenden behaupten: Wir kamen wohlwollend als Freunde, lasen und schrieben und gingen als Freunde auf kollegialer Ebene. Ich bin mir auch sicher, dass das Ergebnis dieser digitalen Podiumsdiskussion, auch manchmal aufgrund der hohen Verantwortung und Brisanz als Disput geführt, einen hohen wissenschaftlichen Wert hat, da es schriftlich fixiert ist. Und das bereichert nicht nur, es beruhigt zudem ungemein auf Wissen und Fragen zurückschauen zu können und so in die Zukunft, der ich nun optimistisch entgegenblicke, schreiten zu können. Wir haben uns hier unverbindlich als Wissenschaftler auf politischer Ebene vom Staat legitimiert zusammengefunden und betätigt, was ganz schön heikel, aber notwendig ist.
Das mit dem lauten HIER! haben sie vorzüglich formuliert, es wurde ein deutscher Berufsverband ausgerufen. Ja, die CIfA macht Deutschland ein Geschenk. Ich steh einem Geschenk mit Beigabe zwar immer etwas kritisch gegenüber, aber wahrscheinlich ist das zu philosophisch. Es ist sehr nett von den Briten, so ihre Freundschaft zu bekunden und wir sollten das 30 Jahre gereifte, fortgeschrittene Geschenk annehmen, aber vielleicht nicht die Beigabe aus Höflichkeit oder zumindest durch die künftige Analyse von CIfA unseren Freunden, den Briten, auch fruchtbare Gegengeschenke/-impulse unseres Systems geben, was sicherlich so auch gemacht werden würde. Das heißt, dass wir da weitestgehend politisch korrekt ehrlich sein dürfen und auch müssen. Denn welcher Schenkende möchte vom Beschenkten zukünftig nach Auspacken desselben hören, dass er das Bild umgemalt hat und nichts mehr vom Original zu erkennen ist? Unser System ist sehr stark und relativ flexibel; monetär und judikativ stehen wir Arbeitnehmer im Vergleich schon sehr gut da und Qualität hat nunmal ihren Preis; gib dem Arbeitnehmer Aufstiegschancen und Geld und das Gefühl mitentscheiden zu dürfen/etwas wert zu sein und es passieren wahre Wunder, dass er neben dir im Regen steht und lächelt. Auch sehe ich vergleichsweise unsere Aufstiegsschancen auch geldlich günstiger manifestiert - vom Schipper zum Millionär ist zwar nicht ganz realistisch, aber man kann bei fair entlohnten Verträgen doch schon eigentlich ganz gut davon leben. Die Meister/Lehrer der Künste möchten weiterhin das Vertrauen entgegengebracht bekommen, ausbilden, prüfen und fördern zu können im Rahmen ihrer selbststudierten, erarbeiteten Qualifikationen sowie Möglichkeiten und bilden sich ihrerseits gerne ein Leben lang fort mit kreativen Pausen.
Die Zukunft wird zeigen, ob es einen süddeutschen, recht geschlossenen Verband mit deutschlandweiten Enklaven geben wird. Denn das hat unsere Analyse eigentlich ergeben, dass das zwar auch seine Berechtigung hätte, aber auch eben nur bis zu einem gewissen Grad funktionieren würde, und einige Haupt-Probleme nicht aus der Welt schafft und auch neue bewirken kann. Die ausgefuchsten, seltenen Schwarzen Schafe kriegt man so glaube ich nicht, man kontrolliert also mehr sich selbst, blockiert sich also möglicherweise etwas und reduziert Kräfte fürs eigentliche Ziel. Auch wir in NRW sehen gerade die sicherlich berechtigte Panik in Baden-Württemberg, einem ausgrabungs- und publikations- sowie austellungstechnischen Vorbild für viele, aufkommen wegen der neuen Situation. Bayern, das SAB und das BLfD, scheinen mir als Partner beistehen zu wollen, sicherlich ein starker Bund. Aus Panik heraus sollte man aber am 4. Juli (dem Unabhängigkeitstag der USA) keine generationsübergreifenden Entschlüsse fassen, zumindest nicht allzu festgelegt und verbindlich. Das System CIfA hat mit Unabhängigkeit thematisch und inhaltlich wenig zu tun, eher das Gegenteil. Das ganze Angedachte als Pilotprojekt, als Versuch zu versuchen, ist denke ich machbar und müsste bis zum 4. Juli nochmal überdacht werden, wenn man im auch kleineren Kreis geschlossen ist und als solcher anerkannt wird. Man darf aber auch nicht - und wird es mit der Einstellung auch nicht - enttäuscht sein, wenn es nicht die erwünschte Wirkung zeigt oder sich eine Verwirklichung als unmachbar herausstellt.
Ich hoffe eben auch, dass bestehende Verbände wie z. B. der DVA bei der Präsenztagung sich weiter informieren und gut vorbereitet dorthin gehen und auch - nicht ganz so laut - HIER! rufen oder zumindest einen gesamtdeutschen Weg ansatzweise aufzeigen können.
Wir haben es hier nicht selber geschafft einen Berufsverband auszurufen, aber das kann ja unter Beteiligung aller noch kommen, das Internet machts möglich! In diesem Sinne wünsche ich allen Gesundheit und ein schönes Leben. Vielen, herzlichen Dank an die DGUF, hier engagiert ein Zukunftsreiseportal geschaffen, koordiniert und sich beitragend geäußert zu haben! Zur Präsenztagung am 4. Juli in Mainz darf man ja ruhig erscheinen. Ich glaube in der Archäologie gibt es so viele individuelle Ehrenkodexe, so viele Ideale, und das ist auch gut so, und das darf man auch mal niederschreiben.

Freundliche Grüße und servus
NetterMillionär


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